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Die Funktionsweise der Stromregelung
Die einfachste Methode, einen Schrittmotor anzusteuern
besteht darin, die beiden Wicklungen über Transistoren einfach nur
ein- und auszuschalten bzw. umzupolen. Früher funktionierten auch
industrielle Endstufen so. Heute findet man diese Technik bei professionellen
Endstufen nicht mehr.
Diese Beschaltung hat aber mehrere Nachteile. Da der
Strom nicht geregelt wird, muß die Versorgungsspannung der Endstufe
an die Nennspannung des Motors angepaßt und entsprechend stabilisiert
sein, um den Motor nicht zu überlasten. Die Angabe der Belastungsgrenzen
der in der Endstufe verbauten Transistoren (z.B. 400V, 10A) ist daher
wenig hilfreich - was nützen diese Daten, wenn man einen Motor mit
2,8V und 3,18A ansteuern möchte? Daher sollten unbedingt stromgeregelte
Endstufen verwendet werden.
Grundsätzlich begrenzt die Induktivität
der Motorwicklungen die Stromanstiegsgeschwindigkeit. Das heißt,
dass es eine gewisse Zeit dauert, bis der Nennstrom aufgebaut ist. Die
Dauer hängt von der Induktivität der Wicklung und der angelegten
Spannung ab. Wird schon vor Erreichen des Nennstroms wieder einen Schritt
weitergeschaltet, arbeitet der Motor nicht mit seinem vollen Drehmoment.
Aus diesem Grund werden Schrittmotoren bevorzugt mit Spannungen betrieben,
die deutlich über ihrer Nennspannung liegen. Der Nennstrom wird so
deutlich schneller erreicht.
Nun kommt der Stromregler in's Spiel: Bei Erreichen
des Nennstrom schaltet er die Wicklung kurzzeitig ab. Die Wicklung wird
erst wieder bestromt, wenn der gemessene Strom wieder unter dem eingestellten
Nennstrom liegt. Bevor Endstufen mit Stromregelung Verbreitung fanden,
war es zum Teil üblich, die Motoren mit Vorwiderständen zu betreiben.
So war es möglich, auch ohne Stromregler höhere Drehzahlen zu
erreichen. Der Haken an der Sache: Es wurde zum Teil deutlich mehr Verlustleistung
in den Vorwiderständen umgesetzt als im Motor.
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